Bingö
Fünf Zuschriften an einem Tag. Es ist simpel und kostenlos.
Eine Rückmeldung hat mich besonders angesprochen. Es ist das gewisse Esprit drin. Mir fällt kein passenderes Wort ein.
Und genau diese e-mail-Adresse blockiert! Vorsehung?
Fünf Zuschriften an einem Tag. Es ist simpel und kostenlos.
Eine Rückmeldung hat mich besonders angesprochen. Es ist das gewisse Esprit drin. Mir fällt kein passenderes Wort ein.
Und genau diese e-mail-Adresse blockiert! Vorsehung?
Ganz sicher bin ich mir nicht, aber in letzter Zeit ziept mich was. Mit der wieder zusammengehen, mit der ich am kürzesten zusammen war? Sie ist eigen und nach meinem Geschmack.
Oder mal die Vielfalt erkunden?
Heute habe ich von einer simplen, korrekten Möglichkeit Gebrauch gemacht, die die hiesige Stadt-Homepage bietet: kostenlos eine Anzeige veröffentlichen.
Ich habe das (wieder eine suchen oder nicht?) nebenbei auf Arbeit erwähnt, und ein netter Kollege wies mich auf diese Möglichkeit hin, die mir bisher unbekannt war. Ich war nahezu verblüfft. Meine Kollegin am Schreibtisch gegenüber (gebunden) ist mir auch sehr zugetan, und beide fragten bereits kurze Zeit später, ob sich denn da schon was getan habe. Aber ich hatte dort bloß gelesen.
Um das hier festzustellen: Ich befasse mich wohl mit der Möglichkeit, wieder unter's Joch zu gehen, aber ich setze mich bei weitem nicht so unter Ergebnisdruck wie bei meiner 2005er 100-Kaffee-Kampagne.
Die Freiheit ist mindestens so reizvoll wie der Schmollmund.
Meine Kollegin (sollte ich ihr jetzt einen Namen verpassen? Also nennen wir sie Sabine) wollte zu gern meinen Entwurf sehen (nach alter Manier während der Arbeitszeit geschrieben). Aber ich wollte mich nicht beeinflussen lassen. Da geht es doch schon wieder los!!! Das Fernsehprogramm, das Reiseziel, die Wohnungseinrichtung, die Kontaktanzeige des Kollegen bestimmen. Na ja, ich verstehe mich sehr gut mit ihr, und sie hat mir einige wertvolle Hinweise gegeben.
Jedenfalls den langweiligen Kram wie mit Dir lachen und weinen und in Kunstaustellungen gehen und guter Käse zu gutem Wein, das ist nicht mein Stil. Ich habe es nicht nötig, einen fetten, rosa glitzernden Wurm an die Angel zu hängen, und wenn es einer nicht gefällt, wenn ich [fingiert] schreibe, daß ich in meiner Freizeit gern Wodka trinke, Aristoteles lese und meine Modelleisenbahn aufbaue, dann soll sie die nächste Anzeige lesen.
Meine damaligen Anzeigen habe ich alle hier publik gemacht, und in der Art ist auch die jetzige. Wenn sie nicht mehr online ist, kann ich sie ja hier reinstellen.
Nun werde ich einfach mal ohne große Erwartungen auf mich zu kommen lassen, was da so passiert.
Hähä.
P.S.: Ein Konzept habe ich nicht. Kein Kaffee, keine 100. Obwohl, die 100, die wurde ja von Fachleuten bestätigt.
P.P.S.: Kommt wieder die Frage auf mich zu: Alles zahlen oder nicht?
Ja also, das ist so.
Seit Ende März bin ich solo, wie man so sagt.
Mein abhängiges Erwerbsleben läßt mir leider wenig Möglichkeiten, irgendetwas zu planen. Leider. Und wenn sich die Fröschin (eine Haupt-Akteurin bisher hier) nicht damals von mir getrennt hätte, hätte sie es bald darauf getan. Viel Arbeit, wenig Macker. Kommt nicht so gut bei der Dame. („Dame” bedeutet meines Wissens ursprünglich soviel wie „Herrscherin”).
Ich also solo weiter malocht. Hat sich aber seit dem Sommer entspannt.
Meine liebe Mutter liegt mir dezent in den Ohren, ich solle mich wieder binden. Was erhofft sie sich davon? Enkelchen? Schön wär's ja. Ich bin jetzt 45, und, hier oft und pessimistisch widergekäut, mit mir zusammenzusein oder sich eine Spinne über den Arm krabbeln zu lassen, das ist für die Damen nahezu dasselbe.
Ich fühle mich ganz wohl so, ungeknechtet.
Aber doch: Wie schön wäre es, mit einer Frau im Bett zu liegen und ihr über die Härchen zu streicheln. Ihr alle Spangen und Gummis abzuziehen und ihre Frisur zu verwüsten. Sie am Hintern festzuhalten.
Männer sind so.
Nun ist eine meiner wenigen (ehemaligen) Partnerinnen 40 geworden. Eine Frau nach meinem Geschmack. Bingo. Doch sie hat aggressiv meinen Kinderwunsch abgelehnt. Sonst die Glückseligkeit. Ich habe ihr Blumen geschickt (wohnt außerhalb), sie hat mich zurückgerufen und mir Schmeichelhaftes gesagt. Seitdem grübele ich, ob ich meine Seele verkaufen und glücklich werden soll. Sie ist eine wie keine. Vielleicht könnte ich sie so wieder um den Finger wickeln, was im ganzen Kosmos einzigartig wäre.
Mit ihr hatte ich die erotischsten und die geilsten Momente in meinem bisherigen Leben. („geilsten” heißt nicht „geizigsten”, sondern „wollüstigsten”.)
Dann ist da noch diese Frau, mit der ich, leider nur selten und zufällig, zusammen Fahrstuhl fahre. Dummerweise steigt sie im Dritten schon wieder aus. Da ich kein Italiener bin, habe ich sie im Dritten noch nicht soweit und schwelge dann immer den ganzen weiteren Abend in Illusionen. Sie ist ungeschminkt (schon allein das finde ich sehr anziehend) und trägt eine Tarnjacke. Scheint mir eine Hartz-IV-Kämpferin zu sein (ja, ich bin aus Deutschland). Heute hielt sie eine Plastik-Bier-Flasche in der Hand, und das hat mich sehr angesprochen. Ich muß hier einfügen, daß es Tradition des Hauses ist, beim Betreten des Fahrstuhls zu schweigen und beim Verlassen „Tschüß” zu sagen, auch wenn man sich nicht kennt. Sie wünschte „noch einen schönen Abend” und ich erwiderte das. Sie blickte sich, mit einem späten „da war doch was?”, um und erwischte mich noch mit einem Auge.
Vielleicht habe ich das hier schon mal geschrieben, aber die einzige Erfahrung mit Frauen, auf die ich mich verlasse, ist, daß ich mich auf nichts verlassen kann. Meine sogenannte „Goldene Regel, in Brillanten gerahmt”. Soll ich was drauf geben, wenn sich eine noch mal nach mir umsieht? Immerhin: Das passiert sonst nie. Nie.
Ich bin hin und her gerissen. Rauchen tut sie auch. Aber sie ist wie Du und ich. Keine solche Puppe, mit der ich nichts anfangen kann.
Vermutlich ist das eine weibliche Frage: Soll ich mich lieber zurückhalten, weil das sonst ein Fehler wäre?
Wichtiger als der Be-Em-We ist doch der Klick. Das pling!, der Kick.
Ich meine mich zu erinnern, sie hat auch ein Kind, das etwa so alt ist wie mein Kind.
Schon beim letzt-viertel-jährigen Fahrstuhlfahren hat sie mir richtig lieb in die Augen gesehen.
Eine Kakerlake kann sich 14 Tage vom Leim einer Briefmarke ernähren.
So geht mir das mit solch einem Lächeln.
Es ist ganz einfach: Man entscheide sich stets für das Richtige...
Bier!