Mittwoch, 21. Oktober 2009

Das trifft mich.

One of these mornings
The chain is gonna break
But up until then,
Yeah,
I'm gonna take all I can take
Ist das Dichtkunst? Geht das ins Herz? Oder nicht?

Singt eine der Großen. Eine wirkliche Diva.

Habe in letzter Zeit aus Lied-Texten, die ich hier ja eigentlich gar nicht zitieren darf, weil ich sonst in ein Loch komme, in das ich nicht kommen will, also daraus habe ich ersehen, daß ich nicht abseits der normalen Menschheit bin. Daß es so vielen schon vor so langer Zeit so ergangen ist wie mir. Alleinsein. Der Wunsch nach Zärtlichkeit. Nach einem Menschen, der mir tief in die Augen sieht und sagt: „Du. Wir.”. Und so vieles mehr. In diesem Falle ein inneres Zerwürfnis auf der anderen Seite der Barrikade. Enttäuschung. Blinde Treue. Die Furcht vor der kommenden Trennung. Es ist alles, alles besungen worden. Und genau das sagt mir, ich wiederhole mich, daß ich Wünsche und Befürchtungen habe wie Millionen andere. Das ist sehr tröstlich. Ich bin bloß eher verlegen um die Worte. Und ich komme mir eher vor wie der sabbernde Grabscher auf der Anklagebank. Für einen Hunger, der einem Baby gestillt wird, einem Mann nicht. Steine werden nur selten gestreichelt.

Das ist ein Lied für Frauen. Ich bin ein Mann. Ich bin meist getrennt worden, warum? Nie verstanden. Trotzdem. Mich bewegt sehr die klare, ins Herz gehende Sprache, die keiner Erläuterungen bedarf. Ich hänge so an dir, aber ich halte es nicht aus mit dir. Oder: Ich liebe Dich, und ich weiß, daß Du mich hinunterstürzen wirst.

Meine Alten waren eben keine Dichterinnen. Nein. Alles, aber das nicht. Sie hätten wenigstens sagen können: „Du Arsch. Warum habe ich jemals...” Das hätte mir genügt.

Danke, Aretha.

Donnerstag, 17. September 2009

Ich wär so gern ein Arschloch

... dann könnte ich mir jeden Abend aussuchen, welche ich heute verbrauche.

Das suggerieren jedenfalls sämtliche Ratgeber (manche packen das in Zuckerwatte, aber die ist wasserlöslich).

Das ist was, das ich nicht auf die Reihe kriege. Wenn mich jemand ein Arschloch nennen würde, würde ich zumindest versuchen, ihn bis zu seinem Ableben zu ignorieren (was mir in mindestens einem Fall auch annähernd gelungen ist). Das ist doch eine Beleidigung schlechthin.

Gleichzeitig soll das die Methode sein, die Weiber reihenweise abzusahnen.

Warum, warum und warum lieben Frauen beschimpfenswerte, verachtenswerte, charakterlich minderbemittelte Männer? Wenn ich das verstanden haben werde, dürft Ihr mich alle einen Monat lang nach Wahl Bärbel oder Uschi nennen (ich kenne eine tolle Bärbel übrigens).

Das bringt mich auf die Idee, daß ich Bärbel mal fragen könnte:Warum lieben Frauen Arschlöcher? Warum hat meine Ehefrau mich ein Vierteljahr, bevor sie mich in die Wüste geschickt hat, zum ersten Mal ein Arschloch genannt? Und sich dann bald mit mit einem, später mit noch einem, Arschloch eingelassen? Und mich nur noch verachtet, bis auf den heutigen Tag?Also, was ist das ABC für ein angehendes Arschloch?

Montag, 14. September 2009

2½ Stunden

… mit 4 Köstlichkeiten telefoniert.

So lange sollte es gar nicht werden, aber es verwundert mich auch nicht. Es verwundert mich nicht, daß es doch so lange geworden ist, aber es verwundert mich immer, wie ich überhaupt so lange telefonieren kann, ohne daß es mich nervt. Wo ich doch nicht gern telefoniere.

Wenn ich das Gespräch nicht abgebremst hätte, wäre es noch viel länger geworden.

Ich denke schon, daß eine Frau, die mich nicht leiden kann, niemals lange mit mir telefonieren würde, wenn überhaupt.

Eines meiner längsten Telefongespräche mit einer Frau war ein Trennungsgespräch, ohne Steit.

Sie (4Kö) meldete sich mit einem so erotischen Ton in der Stimme, das hätte ich von ihr gar nicht für möglich gehalten.

Hach ja.

Bißchen Erotik ist da wohl drin.

°ei° °ie°e°°e°e°.

Rückschau, Umschau, Vorschau.





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